LEWA WILDLIFE CONSERVANCY

Lewa-Savanne, Kenia

Dominic Maringa, Lewa Wildlife Conservancy
Eunice Kamau, Lewa Wildlife Conservancy
Timothy Kaaria, Lewa Wildlife Conservancy
Martin Bauert, Zoo Zürich

Zwischen den Gipfeln und Kämmen des Mount Kenya und den trockenen Savannen im Norden Kenias liegt das Lewa Wildlife Conservancy (LWC). Seine offenen Gras- und Buschlandschaften, Wälder und Feuchtgebiete sind Teil des UNESCO-Weltnaturerbes Mount Kenya. Das LWC ist ausserdem ein Menschen- und Biosphärenreservat und wurde von der International Union for Conservation of Nature (IUCN) für sein hervorragendes Schutzgebietsmanagement auf die grüne Liste der geschützten und gut erhaltenen Gebiete gesetzt. 

Lewa beherbergt viele Arten, von denen einige gefährdet sind. Hier haben Dominic Maringa und sein Team im LWC eine Kamerafalle für Triggered by Motion aufgestellt.

Das Gebiet um das Lewa Wildilfe Conservancy hat zwei Jahreszeiten: eine feuchte und eine trockene. Sie beeinflussen die Tierwelt von Lewa: In der Regenzeit steigt die Geburtenrate, während die Tiere in der Trockenzeit auf der Suche nach guten Futterplätzen und nach Wasser meist unterwegs sind.

Die Forscherinnen und Forscher des LWC verfolgen diese Bewegungen. Beispielsweise stellen sie an den Zugängen zum Reservat Kamerafallen auf, mit denen sie die Bewegungen der Tiere in und aus dem Schutzgebiet überwachen können.

Das Lewa Wildlife Conservancy beherbergt nicht nur Löwen und Elefanten, sondern auch eine der weltweit grössten Populationen des Grevyzebra (Equus grevyi) und des Spitzmaulnashorns (Diceros bicornis). Beide Arten sind vom Aussterben bedroht. Durch Jagd und Wilderei sind ihre Bestände in Kenia in den letzten 70 Jahren drastisch zurückgegangen: von über 15'000 Grevyzebras im Jahr 1970 auf heute etwa 2'350 Tiere, und von geschätzten 20'000 Spitzmaulnashörnern auf weniger als 1000.

Lewa kümmert sich ganzheitlich um diese vom Aussterben bedrohten Tierarten, indem es ihren Lebensraum schützt und die Bedrohung durch Wilderei und Konflikte zwischen Mensch und Tier eindämmt. Das Schutzgebiet verfügt auch über Ausschlusszonen, aus denen Elefanten, die viel Gras fressen, ausgesondert werden. So wird sichergestellt, dass die Spitzmaulnashörner ausreichend Nahrung finden. Darüber hinaus kommen Kamerafallen zum Einsatz, um die Nashörner und Raubtiere zu überwachen.

Dank intensiver Schutzbemühungen und eines effizienten Populationsmanagements erholt sich die Population langsam. Dies hat es Lewa ermöglicht, Tiere in einen neu geschaffenen und geschützten Lebensraum für Nashörner ausserhalb der Lewa-Grenzen umzusiedeln, was zum Fortbestand der Art beiträgt.

Auch Grevyzebras werden umgesiedelt. Einige Tiere leben jetzt in der «Lewa-Savanne» des Zoo Zürich, der das Lewa Wildlife Conservancy als Partnerorganisation unterstützt.